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Passend zum sich stabilisierenden deutschen Sommer kommt hier unsere Eiskreation 2013 „Cremiges Vanilleeis mit karamellisiertem Rhabarber“ – das Grundrezept für das Vanilleeis eignet sich praktischerweise für alle Arten von milchbasiertem Eis.

Natürlich wird hier Anna Schoen-typisch, so weit es geht, Fett reduziert ohne das Schlemmerniveau zu gefährden. Ein klassisches Desserteis aus dem Gourmettempel schmeckt (neben für den Privathaushalt nicht realisiertbarer Technologien (Pacojet, Trockeneis etc.)) vor allem deswegen so toll, weil man sich gerne gar nicht erst mit einer Milch-Sahne-Mischung aufhält, sondern gleich mit reiner Sahne arbeitet. Macht 30 Gramm Fett auf 100 ml – da haben wir jetzt Zucker und Eier noch gar nicht drin. Es geht aber auch mit ein bisschen weniger, schließlich will man ja im Sommer die hart erarbeitete Bikini-Figur nicht gefährden.

Was man allerdings schon braucht, wenn hochwertiges Homemade-Eis produzieren will, ist eine Eismaschine. Kostet zwischen 100 (die arbeiten mit Kühlakkus) und 250 Euro (autarke Kühlung). Gerade wenn man Gäste hat, ist das ne ganz feine Sache, weil man nach dem stressigem Hauptgang für das Dessert einfach die fertige Eissauce aus dem Kühlschrank holt, in die Eismaschine gießt, noch mal am Rotwein nippt und 30 Minuten später das selbstgemachte Eis verteilen kann.

So – genug der Lobpreisungen auf die eigene Eismaschine – es geht los.

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Für 100 ml (Rharbarber-)Vanilleeis braucht man:
1 Eigelb
10 gr + 30 gr Zucker
100 ml Milch-Sahne-Gemisch (Wer es figurfreundlich mag, mixt 2 Teile Milch mit 1 Teil Sahne. 50/50 geht auch. 100 % Sahne sowieso – reine Milch ist dahingegen eher ein Schmalspur-Geschmackserlebnis.)
1 Vanilleschote
1 Stange Rharbarber

Zubereitung:
Milch-Sahne-Gemisch bei mittlerer Hitze im Topf köcheln lassen, ausgekratztes Vanillemark sowie die Restschote zugeben und ziehen lassen. Ziel ist, dass der Vanillegeschmack von der Schote und dem Mark in die Flüssigkeit übergeht. Bitte nicht kochen lassen, sondern lieber Topf vom Herd nehmen, wenn die Flüssigkeit heiß ist, und eine halbe Stunde ziehen lassen.

In der Zwischenzeit Eigelb mit 10 gr Zucker in einer Schüssel verrühren, nun warme Vanillesahne durch ein Sieb dazugießen und schnell mit einem Schneebesen durchrühren.

Die Vanille-Ei-Mischung zurück in den Topf geben und bei 3/4 der maximalen Hitze unter ständigem Rühren auf rund 80 Grad bringen. Hilfreich hierfür ist ein Küchendigitalthermometer.
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Schafft man aber auch ohne – dann bitte erhöhte Aufmerksamkeit auf die Konsistenz der Vanillemischung. Wird aus der dünnen Konsistenz langsam eine Vanillesauce, den Topf runter vom Herd ziehen (die Ei-Bindung zieht dann an), weiterrühren und anschließend eine kalte Schüssel zum Umfüllen benutzen und diese an einem kühlen Ort lagern.

Hat die Flüssigkeit Zimmertemperatur erreicht, einfach die Schüssel in den Kühlschrank stellen. Die gekühlte Eissauce kann man bis zu einem Tag problemlos im Kühlschrank lagern.

Abschließend die Eissauce ca. 30-40 Minuten vor der geplanten Servierzeit in die Eismaschine gießen, und die Maschine anschalten.

Für das in diesem Rezept zugefügten karamellisierten Rhabarber eine halbe Stange Rhabarber in kleinste Würfel schneiden und 20-30 Gramm Zucker in beschichteter Pfanne bei hoher Hitze karamellisieren lassen.
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Rhabarber-Würfel dazu geben und durch den flüssigen Zucker ziehen. Parallel einen Teller mit neutralem Öl benetzen. Karamellmischung auf den Teller giessen, abkühlen lassen und dann im Eisfach parken und hart werden lassen.
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Den Karamellblock kurz vor Ende der Eiszubereitung in kleine Stücke hacken und noch in der Eismaschine in die fast feste Eismasse geben und das Eis fertig „abdrehen“ lassen.

Am Besten in gekühlten Schälchen servieren – Guten Appetit!

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