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Salate können ja – gerade für die figurbewussten Leser – etwas Unbefriedigendes haben. Gut fürs Karma, schlecht für die Laune. Aber ab und an laufen einem im Leben auch mal Salate über den Weg, bei denen man sagt:

„WOW – egal was sonst noch Leckeres auf der Karte ist – DEN nehme ich.“

Ein Anna Schoen-Tipp in Berlin wäre, wenn einen das Charlottenburger Ambiente mitten in Mitte nicht stört, der Insalata Mizzio’s im Petrocelli auf der Torstraße.

In einer ähnlichen Befriedigungskategorie – aber gegebenenfalls von den Aromen her noch etwas verwegegner und dazu auch noch komplett vegetarisch – spielt dieser Sommersalat, den man auch ganz hervorragend live bei einer Outdoor Grill-Action zubereiten kann.


Zutaten für 2 Portionen:

1 mittelgroße Aubergine – in ca. 0,5 cm dicke Streifen geschnitten

6 kleine Aprikosen, entkernt und geviertelt

1 Hand voll Rucola oder Wildkräuter-Salat

2 Zweige Minze, gezupft

8-10 kleine Cocktailtomaten

1 Büffelmozzarella – nach Belieben zerteilt

Olivenöl

Salzflocken

Pfeffer

Rohrzucker

ggf eine Tüte Vanillezucker (gerne mit echter Vanille)

ggf. Räuchermehl

Zubereitung in der Küche:

Grillpfanne anheizen und auf Temperatur kommen lassen. 2 EL Olivenöl zusammen mit einer Prise Salzflocken auf einen Teller geben. Auberinenstreifen durch das Öl ziehen (damit die Grillseite ganz leicht benetzt ist) und dann in der Grillpfanne nach und nach von beiden Seiten kräftig an- und durchgrillen. Fertige Streifen können auf einem Teller geparkt werden. Mit Salzflocken nach Geschmack nachwürzen.

Pfannenboden (beschichtet) mit Rohrzucker leicht benetzen. Pfanne auf der 3/4 der maximalen Hitze bringen und warten bis der Rohrzucker karamellisiert. Aprikosen mit den Schnittkanten in das Karamell setzen, Hitze reduzieren und garen lassen. Durch die austretende Flüssigkeit aus den Aprikosen sollte sich der ganze Spass eigentlich selbst ablöschen. Nach ein paar Minuten die Pfanne mal ordentlich schwenken, damit die Aprikosen auch auf der Hautseite Hitze abbekommen. Mit Salzflocken leicht würzen (Salz, Karamell, Fruchtsäure… tolle Sache). 


Kleiner Tipp: Bitte die Aprikosen probieren. Denn wenn diese wie in diesem Fall in der Ursprungsform  noch ziemlich sauer sind, kann man je nach dem für welche der folgende Tomatenzubereitungen man sich entscheidet, hier auch noch ein bisschen mit Zucker nacharbeiten, um die Säure auszubalancieren. Bei der Entscheidung für süsse Tomaten darf es aber auch ruhig etwas saurer bleiben.

Jetzt kommt der Hotshit@Home-Trick: Gesmokete Tomaten. Dafür erstmal alle Küchentüren schliessen. Topf mit einhängbarem Metalldurchschlag/Sieb (Ikea Nudeltopf geht super) bereit stellen. Pfannenboden mit Räuchermehl gut bedecken und das Mehl bei hoher Hitze in der Pfanne auf dem Herd anrösten. 

Dann das erhitzte Mehl in den Topf geben (vorsichtshalber auf dem Fensterbrett!) und anzünden. Schön pusten damit das gesamte Mehl brennt. Dann Sieb mit den ganzen Tomaten draufstetzen, Deckel drauf – und 20 Minuten auf dem Fensterbrett in Ruhe smoken lassen.

Alternativ und auch mega lecker: Backofen auf 150 Grad anheizen. In einer Auflaufform eine Tüte Vanillezucker auf dem Boden verteilen. Tomaten in der Mitte aufschneiden und mit den Schnittkanten auf den Zucker setzen. Im Ofen für 15-20 Minuten anschmelzen lassen. Da wir die Tomaten noch in einem Stück brauchen, nicht zur Sauce verkochen lassen.

In der Zwischenzeit in einer Schüssel Auberginen und Aprikosen zusammen bringen. Aus 2 EL Olivenöl, den Minzblättchen, Salzflocken und Pfeffer (wichtig: checken wie salzig die einzelnen Salatkomponenten schon sind) ein Dressing anrühren (man braucht nicht viel, da alle Bestandteile schon Flüssigkeit mitbringen). 

Das Gemüse unter einem Salatbett auf einem Teller anrichten und mit gezupften Mozzarellastücken sowie gesmokten oder geschmolzenen Tomaten toppen.

Guten Appetit!

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