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Im letzten Jahr eröffnete im Prenzlauer Berg zwischen Kollwitzplatz und Wasserturm das Umami. Der Name lässt die Erwartungen jedenfalls schon mal steigen: Umami (jap. 旨味, dt. „fleischig und herzhaft, wohlschmeckend“) gilt neben süß, sauer, salzig und bitter als fünfte Qualität des Geschmackssinns und ist die Bezeichnung für einen vollmundigen Geschmack.

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Das Restaurant bietet eine super spannende und sehr gut klingende Speisekarte mit klassischen, asiatischen Gerichten wie Sommerrolle oder Glasnudelsalat, aber auch ein paar experimentelleren Kreationen – das alles zu einem scheinbar sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Neben der Tatsache, dass das Umami in sehr kurzer Zeit auf recht vielen Blogs und sonstigen Publikationen gefeatured wurde, wird die Karte mit ein Grund sein, warum der Laden derzeit stark überlaufen ist. Am Samstag sollte man es hier zwischen 19h und 21h jedenfalls nicht probieren. Es sei denn man hat Lust so ungefähr 45 min lang mit 20 anderen Menschen auf einen Tisch zu warten.

Ich bin nicht der geduldigste Mensch (vor allem nicht, wenn ich hungrig bin) und so verließen wir das Getümmel. Um am Sonntag wieder zu kommen.

Hat man sich einmal einen Tisch ergattert, sitzt man an langen Holztischen und Hockern in asiatischer Saigon-Streetfood-Industrial-Atmo. Ist ganz schön gemacht…

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Zum Einstieg haben wir den Klassiker Sommerrolle sowie die Jacobsmuschel aka. „Pearl On Spoon“ bestellt.

Die Sommerrolle schmeckt wie sie schmecken muss: knackig, frisch und sommerlich und noch einen Ticken besser in Kombination mit dem Dip.

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Die Jacobsmuschel… Ein Gedicht. Die drei Löffelchen mit je einem Stück Muschelfleisch und einer Wasabi-Sojahonig-Reduktion. Was für eine Geschmacksexplosion auf so einem kleinen Löffel. Mein absolutes Highlight!

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Anschließend folgte ein goldenes Curry mit Rindfleisch und Mango auf Reis. Tolle Aromen, leckeres und zartes Fleisch und schöne Kombination mit der süßen, frischen Mango. Sehr gutes, solides Curry.

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Auf meiner Seite gab es Grünen Papaya-Salat und dazu Süsskartoffel-Pommes. Schon während etliche Teller Surf & Turf an mir vorbei liefen, bereute ich die Entscheidung ein wenig, denn mit meinem kleinen Salat vor mir machte sich Futterneid breit. Aber gut – ich dachte mehr als zwei Vorspeisen schaffe ich nicht, wenn ich noch Süsskartoffel-Pommes bestelle – und die muss ich einfach immer bestellen, wenn sie irgendwo auf der Karte stehen.

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Der Papaya-Salat schmeckte wie ein guter Papaya-Salat und war lecker. Die Pommes waren auch gut, aber nicht die Besten, die ich je gegessen hab. Zum Ranking: besser als bei Shiso Burger, aber nicht so lecker wie im GROZS oder bei Lily Burger.

Der Service ist flink, höflich und sehr aufmerksam. Also kurz: TOP!

Fazit: Ein neuer Asiate im Prenzl’Berg, der etwas mehr ist als der einfache Nachbarschafts-Asiate. Und der definitiv Wiederkommer-Potential hat, weil die Karte neben den soliden Klassikern auch durch spannende neue Kreationen besticht.

Umami Indochine Deli
Knaackstr. 16-18
Berlin Prenzlauer Berg
http://umami-restaurant.de/

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