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Ein langes Wochende in Wien lohnt sich immer!

Die Stadt ist wunderschön und traditionell und gleichzeitig modern und wandelbar. Wie in jeder anderen urbanen Region merkt man auch hier, wie sich Stadtviertel oder Straßenzüge verändern und weiter entwickeln und dadurch neue, spannende Ecken entstehen, in denen man bei jedem Besuch Neuigkeiten entdecken kann.

Neben den Klassikern wie einem Bummel durch die Innere Stadt entlang der Kärntner Straße, vorbei am Stephansdom und über den Graben und Kohlmarkt zum wunderschönen Museumsquartier habe ich dieses Mal auch die Regionen außerhalb des „Rings“ erkundet.

Was sich auf jeden Fall lohnt, wenn man kleine Boutiquen, süße Cafés und Dekoläden abseits der großen Ketten erkunden will, ist ein Streifzug nördlich der Mariahilferstraße: Lindengasse, Zollergasse, Siebensterngasse bis hoch zur Neustiftgasse. Sehr hübsch alles dort!

Ebenfalls zu empfehlen ist ein Spaziergang rund um den Naschmarkt, die Gumpendorfer Straße und die Schleifmühlengasse. Hier lassen sich auch viele Vintageläden, Cafés sowie Design- und Einrichtungsgeschäfte erkunden.

Hierzu gehört auch das Café Phil, das mit Vintagemöbeln und jeder Menge Bücher ausgestattet ist – wer auf seinem Streifzug kurz bei einem Café verschnaufen will, ist hier genau richtig.

Phil Café

Phil innen

Und wenn man schon auf dem Naschmarkt ist, sollte man auch unbedingt bei „Kim kocht“ vorbeischauen – hier bekommt man moderne asiatische Küche mit europäischem Einschlag und auf dem Naschmarkt ist Kim neben ihrem Hauptrestaurant auch mit einem Weinladen und einem kleinen „Studio“ vertreten – perfekt für einen Lunch-Stopp.

Kim Logo
Kim innen

Für uns gab es dort Lachs auf Pak Choi und Bärlauch-Gnocchi sowie Beef Tartar mit Wachtelei und Walnüssen. Die Komposition der Gewürze und die Qualität von Lachs und Beef war wirklich wahnsinnig gut!
Kim Tatar
KIm Lachs

Das nächste Mal steht auf jeden Fall ein Besuch im Kim kocht-Restaurant an. Im Studio auf dem Naschmarkt kann man übrigens auch Suppen, Saucen und Gewürze von Kim kocht kaufen und mit nach Hause nehmen…
Kim Gewürze

Wer danach Lust auf Süßes hat oder einfach so ein paar köstliche Macarons naschen will, sollte auf jeden Fall auf dem Stand der Konditorei Oberlaa vorbeischauen – die Macarons sind himmlisch! Ich kann vor allem Zitrone und Pistazie sehr empfehlen…mmmmmhhhh
Macarons

In der Nähe von Naschmarkt und Museumsquartier ist auch das neue 25hours-Hotel, das unten gerade eine neue Pizzeria eröffnet hat und ganz oben die Rooftop-Lounge „Dachboden“ beherbergt. Hier kann man super bei einem Café oder einem Aperol nach dem Shoppen den Ausblick über die Stadt genießen oder einfach auf den Sofas die Füße ausstrecken und ein paar Zeitungen lesen.
25h Atmo 3

25h Atmo 2

25h Atmo

Natürlich sind wir abends auch essen gegangen, um uns für die ausgedehnten Stadterkundungsspaziergänge und Shopping-Streifzüge zu stärken und haben dafür das Restaurant „Skopik & Lohn“ sowie „Motto am Fluss“ ausgewählt.

Das Skopik & Lohn liegt im 2. Bezirk im nord-östlichen Teil von Wien – ein Bezirk, der gerade stark am Kommen ist. Im Skopik & Lohn findet man moderne Kunst im traditionellen Rahmen und hat dadurch eine tolle Atmospäre…
Skopik Atmo 2

Skopik Atmo

Die Karte bietet österreichische Küche mit einem modernen Einschlag auf hohem Niveau. Zur Vorspeise gab es Lachs auf Gurkensalat (war gut) und Spargel mit Hirschschinken und Kirschen (sehr gut).
Skopik Lachs und Gurke

Skopik Reh und Kirschen

Und zum Hauptgang – was sonst – Wiener Schnitzel! Kleiner Tipp, wenn man zu Zweit da ist und beide das Schnitzel nehmen: Gurken- und Kartoffelsalat als Beilage bestellen und teilen. Wer nur eine Beilage ist, verpasst was und beide Beilagen für einen sind zu viel. Schnitzel und Beilagen waren wirklich super!
Skopik Schnitzel

Und was mir persönlich im Skopik & Lohn neben dem guten Essen, dem aufmerksamen Service und der schönen Atmosphäre gut gefallen hat: das liebevolle Branding. I love it!

Skopik Serviette

Skopik Brot

Skopik Kerze

Am zweiten Abend ging es ins Motto am Fluss gegenüber vom neuen Sofitel. Wie der Name schon sagt, liegt das Restaurant direkt am Wasser, auf dem Donaukanal, an einer Ablegestation für Linienboote und ist von Innen auch wie ein Boot gebaut – zumindest mutet es so an.
Motto Logo
Motto Atmo

Und obwohl Einrichtung, Ausblick, Service und Essensqaualität echt top waren, sprang der Funke bei mir nicht über.
Vielleicht war es das uncharmante Kreuzfahrt-Feeling, dass mich dort so beeinträchtigt hat.

Zur Vorpspeise hatten wir Beef Tartar (mal wieder) und Ziegenkäse mit gegrilltem grünen Spargel. Beides war sehr gut, wobei der Spargel noch besser gewesen wäre, wenn er nicht kalt serviert worden wäre (warum ist gegrillter Spargel kalt?). Naja…
Motto Tartar

Motto Spargel

Zum Hauptgang gab es Filet vom Bio-Schwein mit Bohnen, Oliven und Kartoffelrahm sowie Seelachsfilet mit Zuckerschoten und Safran-Risotto. Das Schwein war gut und der Lachs war wirklich großartig – der hat glatt den kalten Spargel wieder wett gemacht.
Motto Seelachs

Motto Schwein
Das Dessert habe ich mir übrigens an beiden Abenden geklemmt – ich hatte ja einen kleinen Vorrat an Macarons im Hotel 🙂

Das absolute Highlight jedoch war der Besuch der „Meierei“ für das Frühstück am Abreisetag. Ich war hier vor über 5 Jahren schon mal und hatte mir den Namen und auch die Lage nicht so richtig gemerkt, aber der Käseteller, den ich damals gegessen habe, ging mir nicht aus dem Kopf (man muss wissen: ich liiiiiebe Käse!). Auf jeden Fall habe ich auf der Suche nach einem Frühstückladen immer wieder davon gesprochen, dass ich da doch mal war, irgendwo im Park war das und da gab es so leckeren Käse. Und dann habe ich die Meierei dank einer Recherche auf Google Maps trotz meiner etwas eingeschränkten navigatorischen Fähigkeiten wiederentdeckt!

Die Meierei liegt direkt im Stadtpark und gehört eigentlich zum Sterne-Restaurant „Steirer Eck“, das sich in der oberen Etage der ehemaligen Meierei befindet. Im Erdgeschoss bekommt dafür bezahlbare „Sterneküche“ sowie ausgezeichnete und teilweise hausgemachte Milchprodukte jeglicher Art.

Meierei Park
Meierei Atmo
Meierei Café
Meierei Käsetheke

Zum Frühstück hatten wir das Stadtparkfrühstück – bei den zusammegestellten Frühstücken sind alle Postionen einzeln ausgepreist, so dass man auch etwas weglassen oder gegen eine andere Spezialität auf der Karte austauschen kann. Das Stadtpark-Frühstück ist mit 23 EUR kein Schnäppchen, dafür erlebt man eine kleine Kulinarische Reise mit vielen kleinen einzelnen Gerichten, die man sich prima teilen kann.
Meierei Frühstück

Es gab Avocado mit Oliven, pochiertes Ei mit Morcheln und Chinakohl sowie marinierten Spargel mit Bergmott-Quark auf der herzhaften Seite …
Meierei Frühstück herzhaft

…sowie ein leckeres Birchermüsli und einen großartigen Rhabarber mit Frischkäse und hausgemachtem Müsli als süßen Gegenpart.
Meierei Frühstück süß

Und da ich ja nicht ohne Käse kann und unbedingt noch mal diesen tollen Käseteller essen musste, den ich seit 5 Jahren im Kopf habe, gab es für mich noch die Käsereise durch die „Besten Käse Österreichs“…. nomnomnom
Meierei Käsereise

Ich bin wieder ganz verliebt und werde bei meinem nächsten Wienbesuch ein Frühstück in der Meierei ganz fest einplanen!

Und hier alle Links:
http://phil.info/
http://www.kimkocht.at/
http://www.oberlaa-wien.at/patisserie.html
http://www.skopikundlohn.at/
http://www.motto.at/mottoamfluss/
http://steirereck.at/meierei/speisekarte/