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Einmal vorne weg – ich war zum ersten Mal in London und war begeistert: London ist einfach toll! Aber ich war auch leicht frustriert: London ist für einen 4-Tages-Trip viel zu groß… Bei der Abreise hatte ich das Gefühl gerade mal einen Bruchteil von dem gesehen zu haben, was man so entdecken kann in dieser Stadt. Das was wir entdeckt haben, teilen wir gerne mit euch hier.

Unser Hotel war in Shoreditch und damit für Londoner Verhältnisse etwas außerhalb. Shoredtich wird ja oft als das „Prenzlauer Berg von London“ gehandelt, ich würde eher sagen es ist der Londoner Wedding. Aber auf jeden Fall schön und durchaus spannend!

shoreditch shoes

shoreditch doors

Das „Town Hall Hotel“ ist ein wunderbares Hotel, dass in einem riesigen, alten und herrschaftlichen Gebäudekomplex untergebracht ist. Die Einrichtung mit Original-Vintagemöbeln ist hochwertig und liebevoll und sorgt dafür, dass man sich gleich zu Hause fühlt. Der Service ist sehr persönlich und unterscheidet sich dadurch von der normalen Standard-Hotel-Ansprache sonstiger Hotels…
Hotel
Hotel 2
Hotel 3

Mein persönliches Highlight: Wenn der nachmittägliche Aufdeck-Service durch die Zimmer geht, werden auf den Zimmern als Betthupferl frisch gebackene Macarons hinterlassen. Mmmmhhh… Das Hotel war auf jeden Fall eine gute Wahl!
Hotel Macaron

Der erste Tag begann mit einem typisch englischen und sehr leckeren Frühstück im vielfach angepriesenen Restaurant „Albion“.
albion saucen
albion essen

Die Speisekarte ist recht übersichtlich und ziemlich britisch, der Einrichtung ist hell, modern und freundlich und der Service war sehr aufmerksam.
albion atmo

Eigentliches Highlight des Ladens jedoch ist der Take-away-Bereich im Eingangsbereich des Restaurants: hier warten leckere süße und herzhafte Backwerke sowie ausgesuchte Delikatessen und regionale Produkte darauf mitgenommen zu werden.

Würde ich dort arbeiten, würde ich mir jeden Tag meine Mittagspause mit einem Snack aus dem Albion versüßen.
albion auslage
albion auslage 2
Ob für einen Snack auf die Hand, einen Kuchen oder herzhaftes Frühstück – das Albion ist sehr zu empfehlen!

Nachdem wir anschließend den hippen Teil von Shoreditch und die Innenstadt von London erkundet haben, ging es zum Abendessen ins „Barbecoa“ – dem neuen Grillrestaurant von Jamie Oliver. Die Einrichtung ist vornehmlich in schwarz und gold gehalten und sehr stylisch. Die großen Glasfronten sorgen dafür, dass man sein Dinner mit direktem Blick auf die St. Pauls Cathedral genießen kann.
Barbecoa view
barbecoa atmo

Der Service war sehr nett, die Speisekarte ist übersichtlich und ehrlich gesagt nicht sonderlich innovativ. Eben das, was man bei einem Grillrestaurant erwartet.
barbecoa karte
Zur Vorspeise gab es einen Feldsalat mit Walnüssen und Ziegenkäse-Dressing und zum Hauptgang Puten- und Rinderfilet mit den üblichen Beilagen.
barbecoa start

barbecoa pute

barbecoa beef
Man hätte natürlich auch Burger essen können, aber da wir für die kommenden Abende noch einen Burger-Laden auf der Liste hatten, wurde dieser im Barbecoa verschmäht. Das Essen war auf jeden Fall lecker und gut, aber auch nicht sooooo toll, dass ich noch mal hingehen würde. Dafür waren die Preise auch zu saftig – aber gut, es ist halt London und Jamie Oliver…

Für den zweiten Tag stand der Besuch des Burberry-Factory Outlets auf dem Plan. Das Outlet ist wie ein normaler Shop gestaltet und bietet aus jeder Produktkategorie von Burberry etwas an. Die Discounts sind teilweise sehr hoch, man muss aber genau hinschauen und ein bisschen suchen. Bei den meisten Produkten bewegen sich die Reduzierungen so bei 30%. Ich habe einen klassischen Sommer-Trenchcoat mit 50% Discount ergattert.. yay!

Auf dem Weg dorthin haben wir direkt um die Ecke von unserem Hotel einen kleinen Bio-Take-away entdeckt, die auch viele vegane sowie raw-Produkte anbieten. Wir hatten hier zum Frühstück ein veganes Sandwich, einen Cappuccino und ein Stück Mandel-Zitronen-Kuchen, den ich definitiv besser mache :-).
g&t sandwich
Dennoch ist der Laden klein aber fein und wer in Shoreditch einen gesunden Snack sucht, ist hier nicht falsch: G&T in der Cambridge Heath Road.

Am Nachmittag ging es nach Soho und hier gibt es ja so viele tolle Sachen! Ich wäre am Liebsten überall reingegangen, um einen Café oder einen Snack zu mir zu nehmen, aber sowohl vom zeitlichen Aspekt, als auch von der Kalorienzufuhr her, musste ich mich da ein bisschen zusammenreißen… Auf jeden Fall muss man einfach nur von der Carnaby Street hochlaufen und sich über den Golden Square bis zur Dean Street treiben lassen und man entdeckt unglaubliche viele schöne Läden – von Deli’s, über Cafés, Restaurants und Shops. Soho war auf jeden Fall mein persönlicher Favorit und wenn ich das nächste Mal wieder in London bin, werde ich mir viel Zeit für dieses Viertel einplanen.

Hier ein paar schöne Läden, die wir dort entdeckt haben:

Flat Planet: Snack-Laden für frisch belegte Fladen-Brote
flatplanet
flatplanet 2

Lina Store: toller italienischer Delikatessen-Laden
lina store theke

lina store regal

lina store art

Nordic Bakery: Café und Bäckerei mit typisch skandinavischen Zimtschnecken
nordic bakery
Bar Italia: italienische Espresso-Bar, Familienbetrieb

Zum Abendessen sind wir an dem Tag im Burger-Restaurant „Honest Burger“ eingekehrt. Man kann hier nicht reservieren und bekommt demnach auch auf jeden Fall einen Platz – die Frage ist nur, wann. Wir hatten 1,5 Stunden Wartezeit und haben diese mit einem weiteren Bummel durch Soho verbracht. Man sollte hier also am Besten schon so um 18h aufschlagen, wenn man um 20h essen will.
honest burger atmo
Bei Honest Burger ist alles hausgemacht und es werden nur regionale Produkte verarbeitet! Auch das Bier kommt von regionalen kleinen Brauereien. Es gibt eine Standardkarte mit Rind-, Geflügel- und Veggie-Burgern, zusätzlich gibt es immer noch 2-3 saisonale Burger.
honest burger karte
Der Service war schnell und freundlich und die Burger waren sehr lecker und nicht so überdimensioniert, was ich sehr sympathisch finde – so kann wenigstens auch noch die Pommes aufessen. 🙂

honest burger burger

Für den dritten Tag stand Notting Hill und das Marylebone Village auf dem Plan.

Von Notting Hill war ich erst einmal schockiert – zusammen mit wahnsinnigen Touristenmassen haben wir uns durch die idyllische Portobello Road geschoben. Es war furchtbar. Bis wir glücklicherweise abgebogen sind dadurch die Möglichkeit hatten, dass „echte“ Notting Hill mit seine hübschen kleinen Straßen und den weißen alten Häuschen sowie den süßen Cafés und den kleinen Boutiquen zu entdecken. Sehr hübsch!

Zum Frühstück haben wir uns das „Daylesford Organic“ ausgesucht – ein schöner und moderner Bio-Laden mit Verkaufsraum im vorderen Bereich und Restaurant im hinteren Bereich.
daylesford front
Alles ist wunderbar hell eingerichtet und die Gäste ließen sich hier am Samstag Mittag ein pochiertes Ei zusammen frischem Rote Beete-Saft und einem kühlen Glas Weißwein schmecken. Wir haben uns dem angeschlossen und nur den Mittags-Wein mal weggelassen…
Daylesford juice

Daylesford egg

daylesford egg2

Essen, Service und Atmosphäre war hier wirklich sehr gut und sollte ich noch mal in London sein, steht der Laden wieder auf meiner Liste!

Direkt um die Ecke war der Deli „Ottolenghi“, der wirklich keine Wünsch offen lässt. Ob frische Salate zum mitnehmen oder ein Kuchen von der riesigen Gebäckauslage – alles sah wunderbar aus!
ottolenghi front
ottolenghi schoki

Als „Dessert“ unseres Frühstücks haben wir uns hier einen Pflaumen-Muffin und eine kleine Citronen-Tarte gegönnt… Einfach köstlich.
ottolenghi auswahl
Es gibt wohl noch eine andere Filiale, in der man auch zu Abend essen kann. Sollte man auf jeden Fall ausprobieren.

Am Nachmittag ging es dann ins Marylebone Village – mein zweites Lieblingsviertel in London. So wunderbar unaufgeregt, hübsch und wertig. Deli’s reihen sich hier mit süßen Deko- und Einrichtungsläden sowie Boutiquen und Shops aneinander und wenn man von der Oxford Street in dieses Viertel einbiegt, hat man das Gefühl, man ist plötzlich in einer anderen kleinen Stadt gelandet…

Da ich eine große Käseliebhaberin bin, war für mich an dem Tag natürlich auch ein Besuch des Käseladens „La Fromagerie“ Pflicht, der sich in dem Viertel in der Moxon Street befindet.
la fromagerie front
Der Laden bietet neben einem riesigen gut gekühltem Käseraum auch eine Auswahl anderer Produkte wie hausgemachtem Brot oder frischem Gemüse. Der Käseraum ist auf jeden Fall ein Traum und ich habe hier einen tollen geräucherten schottischen Cheddar ergattert, den ich mit nach Hause gebracht habe. Ein toller Käse!
la fromagerie cheese

In der Marylebone Highstreet gibt es auch noch das Restaurant „The Providores“ – wir waren zwar nicht dort essen, aber es soll sehr gut sein und sah auf jeden Fall toll aus. Beim nächsten Mal wird hier auf jeden Fall diniert.

Das Dinner am letzten Abend haben wir aufgrund körperlicher Einschränkungen (Fußschmerz, Muskelkater und Erkältung – wir waren immer den ganzen Tag zu Fuß unterwegs und haben uns auch von der Londoner Sonne aka. Regen nicht abhalten lassen) spontan direkt gegenüber im Hotel verbracht. Neben „Gemüsetürke“ und „Handyshop“ versteckte sich der kleine Laden „Italina“, der uns vor allem durch die tollen Bewertungen auf qype und facebook aufgefallen ist.
italina
Und so haben wir uns zumindest für eine halbe Stunde einen Platz in dem sonst völlig ausgebuchten Restaurant gesichert und eine Pizza gegessen. Pizza ist ja was großartiges, wenn man total müde und kaputt ist und nur schnell „irgendwas“ essen will. Das Ambiente war ok und der Service sehr nett. Die anderen Gerichte dort (wie Vorspeisen und Fleisch- und Fischgerichte) müssen dort großartig sein, die Pizza war auf jeden Fall gut.
italina pizza
italina pizza 2

Der letzte Tag wurde vor dem Abflug noch einmal Shoreditch gewidmet… Zum Frühstück sind wir ins „Franze & Evans“ gegangen und naja, was soll ich sagen. Bestimmt ein toller Laden mit leckerem Essen – zumindest sahen die benachbarten Teller so aus. Aber leider war der Besitzer so überfordert, dass er es nicht geschafft hat, uns die Karte nach draußen zu bringen und so haben wir in der Sonne sitzend nur die Getränke getrunken, die wir uns selber drinnen geholt haben und mussten dann auch schon wieder zurück zum Hotel, bevor wir überhaupt bestellen konnten. Da der Laden aber sonst sehr süß war und ich viel positives gehört hatte, bekommt er beim nächsten Mal noch mal eine Chance.
franze e evans

Da das Frühstück ausgefallen ist, beschlossen wir auf dem Weg zum Flughafen am Umsteigebahnhof Paddington einen Lunch-Stopp einzulegen und haben uns total romantisch in der Bahnhofshalle einen Burrito geholt, der überraschenderweise wirklich gut war! Auch so vom Ambiente und so… Wer also Zeit und Hunger am Bahnhof Paddington hat – dem „Barburrito“ kann man definitiv einen Besuch abstatten.
barburrito

barburrito 2

barburrito 3

So London my dear, das wars. Ich komme wieder und habe schon wieder eine lange Liste…

Und hier alle Links:
http://townhallhotel.com/home
http://www.albioncaff.co.uk/
http://www.barbecoa.com/
http://www.gandtlondon.co.uk/
http://www.flatplanet.co.uk/
http://www.linastores.co.uk/
http://www.nordicbakery.com/
http://www.baritaliasoho.co.uk/
http://www.honestburgers.co.uk/
http://daylesfordorganic.com/notting-hill-w11/
http://www.ottolenghi.co.uk/
http://www.lafromagerie.co.uk/
http://www.theprovidores.co.uk/
http://www.italina.co.uk/#&panel1-1
http://www.barburrito.co.uk/