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Pret a Diner – das Pop-up-Restaurantkonzept, dass von sich selbst behauptet so eines eben nicht zu sein, sondern eine Dining-Experience verspricht, wurde bisher noch nicht mit einem Besuch unsererseits beehrt. Um sich nun Inspirationen für eigene Koch- und Dinner-Experimente zu holen, haben wir uns das Ganze mal genauer angeguckt und was soll man sagen…

Die Location, das Setting, die liebevolle Deko, das sehr unaufdringliche und zugleich coole Branding der Sponsoren ist schon wirklich toll. Schön zu sehen, dass es Menschen gibt, die für ein vorübergehendes Konzept so viel Liebe für’s Detail und Aufwand betreiben, um eine tolle und kreative Atmosphäre zu schaffen.

Collage Deko

Genau diese Atmosphäre ist es auch, die einen bereitwillig die etwas überteuerten Menü-Preise zahlen lässt – eine Dining-Experience eben.

Doch eigentlich erwartet man bei einer Dining-Experience doch auch, die entsprechende Experience im Gaumen und die blieb bei mir leider aus. Ja ja, das Essen war schon sehr gut und auch durchaus lecker, aber eben nicht „Wow! So was geiles hab ich ja noch nie gegessen!“…

Wobei man auch sagen muss, dass man an dem Abend vor allem so portionsmäßig mit dem Fisch-Menü besser gefahren ist, als mit dem Fleisch-Menü. Das fiel von den Portionsgrößen und auch geschmacklich ganz schön ab. Aber gut, so ist das halt, wenn man sein Menü nichtfreiwillig auf 75€ upgraded um ein ordentlich portioniertes Stück Fleisch statt ein paar mikriger Roastbeef-Scheiben zu bekommen.

Collage Food

A prospos Upgrade: wir haben uns gefühlt wie in den Staaten, denn unser Kellner hat den ganzen Abend versucht uns irgendwas Teures von der Karte zu verkaufen. Wirklich nervig. Mit zwei 3-Gang-Menüs, 1 Flasche Wasser, 1 Glas Rosé Champagner, 1 Glas Wein, 4 kleinen Bier und 1 Moscow Mule waren wir bei 180€. Das ist schon wirklich ordentlich und zeigt auch, dass am meisten bei den Getränken zugelangt wird und hinterlässt einen bitteren Beigeschmack – denn eine Flasche aufzudrehen und den Inhalt in ein Glas einzuschenken (was beim Bier auch ausgelassen wurde) ist nun wirklich keine Kunst für die man „gerne“ einen Aufpreis bezahlt. Und meistens schmeckt Wasser, Bier und Wein aus der Flasche ja auch unabhängig von der Location ziemlich ähnlich.

Sorry, Guys – Location toll, Atmosphäre schön, Essen gut, Pricing- und Upselling-Konzept negativ.

Gelungene Alternative, wenn man ein ähnliches Niveau in der Atmosphäre sucht: Katerschmaus vom Kater Holzig.

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