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Endlich stand bei uns wieder ein Hamburg-Wochenende auf dem Plan. Schon seit dem ich 13 Jahre alt bin, bin ich in die Hansestadt verliebt. Damals hat es mir der Jungfernstieg angetan und ich bemühe mich seit dem mehrmals im Jahr für einen Ausflug in den Norden. Hamburg hält ja sowohl kulinarisch als auch inspiratorisch immer wieder neue Überraschungen bereit, so dass es nie ohne eine „Will-ich-mir-ansehen-„Liste dorthin geht.

Dieses Mal war diese Liste auch wieder prall gefüllt:
– Pizza essen im „MEHL“
– „So was von da“-Aufführung im Schauspielhaus
– Frühstück im „Glück und Selig“
– Inspirationsbesuch im neuen Concept-Store „The Box“ (kann man vernachlässigen)
– Streifzug durch die Weidenallee (die süßen Läden dort sind immer ein Besuch wert)
– Kuchen essen in der Konditorei „Herr Max“ auf der Schanze
– Konzert im neuen „Mojo Club“
– Burger im Hamburger Ableger vom „The Bird“
– Frühstück im „Café Paris“

„MEHL“

Der Freitag Abend begann früh mit einem Pizza-Dinner im MEHL. Ich hatte schon sehr viel davon gehört und bei anderen Bloggerinnen schon etliche leckere Pizzabilder mit vielversprechenden Belagskreationen gesehen. Der Laden liegt etwas ab vom Schuss in Altona in einem Industriehof und greift diesen Industrie-Charme auch Innenarchitektonisch auf. Trotz der liebevollen Deko ist das MEHL daher alles andere als gemütlich und lädt auch nicht gerade dazu ein, dort stundenlang bei einem Glas Wein zu versacken – aber egal: es geht ja um die Pizza!

Zur Vorspeise hatten wir ein Brotkörbchen gefüllt mit Antipasti. Beides war leider kalt (eiskalt), das Brotkörbchen war steinhart, das gegrillte Gemüse aber durchaus lecker. Würde ich nicht noch mal bestellen, war aber ok.

Bevor man die Pizza bestellt, kann man aus kreativen Zusammenstellungen des Hauses wählen oder sich aus verschiedenen Teigvariationen und Belagsoptionen seine Wunschpizza zusammenstellen. Super Konzept. Die Entscheidung war für mich schnell klar – ich nahm „Die dunkle Seite der Macht“, eine Pizza mit Sepia-Joghurt-Sauce, Rote Beete und Honig-Ziegenkäse. Der Belag war wirklich super. Das einzige war mich echt irritiert hat, war der Teig. Denn war sehr dünn (gut), aber auch total hart, geschmacksneutral und trocken und wurde dadurch vor allem ebenfalls sehr schnell sehr kalt und langsam wurde uns klar: das ist keine Pizza, sondern ein Flammkuchen.

Fazit: netter Laden mit sehr netter Bedienung, kreativem Konzept und guten Flammkuchen. Für eine Pizza muss der Koch noch mal ne Teigschulung in Italien machen oder auf unserem Blog nach dem perfekten Pizzateig-Rezept suchen (https://annaschoen.wordpress.com/2012/11/06/zweierlei-k-rbis-pizza-mit-salbei-zwiebeln-und/).

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http://www.dasmehl.com/

Danach ging es zur Aufführung des Romans „So was von da“ ins Schauspielhaus. Sehr sehenswerte Interpretation. Jeder, der das Buch gelesen hat und mochte, macht auch mit dem Stück sicher nichts falsch. Wer das Buch noch nicht gelesen hat, aber etwas über die Hamburger Clubkultur dazu lernen möchte, kaufe und lese dieses sehr unterhaltsame Buch (http://tinohanekamp.de/).

„Glück und Selig“

Der Samstag startete mit einem Frühstücksbesuch im Eimsbüttler Café „Glück und Selig“. Dieses wirklich sehr kleine und feine Café wird mit sehr viel Liebe von zwei Freundinnen betrieben und bietet eine tolle Frühstücksauswahl, sowie Panini, Suppen und süßes, hausgemachtes Gebäck.

Wir hatten mit Gruyere und Feigensenf gegrillte Dinkel-Seele (ein schwäbisches Gebäck), Weißwurst und Griechischen Joghurt mit Früchten und Zimtmüsli. War alles sehr lecker.

Fazit: wer es klein, liebevoll und gemütlich mag und eine Vorliebe für hausgemachte Teigwaren hat, ist hier richtig aufgehoben.

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http://www.glueck-und-selig.de/

„Herr Max“

Nach dem Streifzug durch den Concept-Store The Box (coole Location, aber sonst nur überteuert und recht einfallslos) und der wunderbaren Weidenallee (hier habe ich die tollsten Packaging-Highlights und Mitbringsel entdeckt) mussten wir uns erst mal mit einem Stück Kuchen und einem Café stärken.

Packaging-Love

Über Instagram habe ich von Jeanny von Zucker, Zimt und Liebe (http://zuckerzimtundliebe.wordpress.com/) und ahoisilke (http://instagram.com/ahoisilke) den Tipp bekommen, mir dort den Kuchen schmecken zu lassen. Mitten auf der Schanze befindet sich die kleine Konditorei, die mit süßen blau-weißen Kacheln und tollen Vintagemöbeln ausgestattet ist. Herr Max bietet eine tolle Kuchenauswahl und die Vitrine wird regelmäßig mit neuen Kuchen- und Gebäckspezialitäten aufgefüllt, die wirklich sehr lecker sind. Um einen Platz muss man hier allerdings wegen der begehrten Kuchenstücke kämpfen und daher ist leider nicht super gemütlich. Für einen schnellen Kuchen aber durchaus ein toller Tipp!

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http://www.herrmax.de/

„Mojo Club“

Unter der Reeperbahn hat Hamburg legendärster Club vor ein paar Wochen neu eröffnet und wir waren dort, um uns das Konzert von Hannah Williams anzusehen. Und der Laden ist wirklich toll. Die Architektur wird von Holzpanelen und Betonwänden- und säulen dominiert. Gepaart mit schwarzen Stahltüren und einem sehr coolen Lichtkonzept wirkt das alles super stylisch und sehr wertig. Auch über die Drinks kann man nicht meckern: mein Moscow Mule wurde jedes Mal mit sehr viel Andacht und einer extra Portion Spicy Ginger-Drops angerichtet.

Leider konnte ich nicht so viele Fotos machen, denn dort wurde man von folgendem Schild begrüßt: „Respect the night – no pictures please (einfach mal keine Fotos machen)“. Versteh ich gar nicht, aber gut: ich habe mich fast dran gehalten.

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http://www.mojo.de/home/

„The Bird“

Als Berliner kennt man das „The Bird“. Es ist quasi eine Berliner Institution und Gerüchten zufolge bekommt man hier Berlins besten Burger. Das würde ich jetzt nicht 100%ig unterschreiben, aber die hausgemachten Pommes im Bird sind auf jeden Fall ne Wucht. Also mal schauen, was das Bird in der Hansestadt so kann. Der Burger hat fast genauso geschmeckt, aber die Pommes waren leider gar nichts – wabbelig, zu dünn, geschmacksneutral und trotzdem vor Fett triefend. Auch das Ambiente erinnert eher an irgendeinen trashigen American Diner am Hackeschen Markt als an das coole, rustikale Bird am Falkplatz.

Fazit: Burger war wie erwartet gut, aber wer in Hamburg noch besseren Burger essen will und bereit ist, noch mal 5,00 EUR mehr in die Hand zu nehmen, isst besser den Meatery Deluxe Burger im Restaurant MEATERY vom SIDE-Hotel. Hier gibt es zu den Pommes auch noch eine tolle hausgemachte Wasabi-Mayonaise…mmmhhh (http://www.meatery.de/)

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http://www.thebirdinhamburg.com/

„Café Paris“

Die letzten Male wollten wir hier schon mal frühstücken, haben aber nie einen Tisch bekommen. Das Café Paris residiert schon seit ewigen Zeiten am Hamburger Rathausplatz in der City und ist immer knallvoll. Die Spezialität des Hauses sind Tatar und Austern.

Wir hatten dieses Mal Glück und haben nach nur ein paar Minuten einen Tisch bekommen. Sich zu entscheiden, war bei der tollen Frühstücksauswahl gar nicht so einfach, aber da ich Tatar liebe und es ja auch zur Spezialität des Ladens gehört gab es zum Frühstück Tatar mit Spielgelei auf Schwarzbrot – mein Fitness-Trainer wäre begeistert!

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http://www.cafeparis.net/

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